top of page
Anker 1

Pflege und Gesundheit

Chocolate Fawn Saddle Tan Great Dane in Cargo Bike .png

Großes Wissen für Große Dänen

Einen Hund oder gar mehrere zu besitzen, ist für uns nicht nur ein Privileg, sondern auch eine große Verantwortung. Alle Tiere, die bei uns leben, sind auf uns angewiesen, um zumindest Nahrung und ein Dach über dem Kopf zu erhalten.

 

Aber damit ist es nicht getan, denn sie benötigen, nein, sie verdienen viel mehr. Wenn Sie einen Hund wie die Deutsche Dogge in Ihr Leben holen, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, welche Verpflichtung die Hundehaltung mit sich bringt und darüber hinaus, welche Verantwortung Sie bei einem Hund dieser Größe, Gewicht und vor allem Stärke tragen.

 

Was Sie erwartet, wenn Sie sich für eine Deutsche Dogge entscheiden und warum dann alles etwas größer ausfallen muss, haben wir im Folgenden versucht, grob zusammenzufassen:

In eigener Sache

Pflege

Grundsätzlich wirft das kurze, glatte Fell der Deutschen Dogge die meiste Zeit des Jahres nicht viel ab, aber angesichts der Größe des Hundes ergibt das trotzdem das ein oder andere Haar-Häufchen.

Regelmäßiges Bürsten hilft, das Haaren auf ein Minimum zu reduzieren. Während der Fellwechselzeit kann tägliches Bürsten nicht schaden.

 

Deutsche Doggen müssen nur gelegentlich geduscht oder gebadet werden, es sei denn, sie sind in etwas Schmutziges geraten. Trotzdem sollte man das üben, denn die meisten Doggen sind nicht gerade Wasserratten.

Wie bei allen Rassen sollten auch bei der Deutschen Dogge die Krallen regelmäßig geschnitten werden, falls Sie sich diese nicht selbst ablaufen,

denn zu lange Krallen können dem Hund Schmerzen bereiten und das Laufen erschweren.

Pflege
IMG_3756_edited.png

Bewegung

Deutsche Doggen mögen behäbig erscheinen, aber – ursprünglich ja zur Jagd gezüchtet – brauchen sie dennoch täglich moderate Bewegung. 

Diese muss sich allerdings an das Wachstum und damit an das Alter der Dogge anpassen. Ein flotter Spaziergang ein- oder zweimal am Tag kann bei einer ausgewachsenen Dogge ausreichen, wenn zusätzlich geistiges Training die Dogge auslastet.

 

Welpen und Junghunde müssen sukzessive und sehr behutsam mit mehreren kurzen Einheiten über die Wachstumsjahre hinweg bewegt werden.

 

Doggen können – sind sie einmal ausgewachsen – durchaus gute Begleiter beim Joggen oder Wandern sein, aber Sie dürfen Ihren Hund vor dem 2. Lebensjahr nicht überlasten, um Schäden an den wachsenden Gelenken zu vermeiden. 

Bewegung

Erziehung

Frühzeitige Sozialisierung und Welpentraining sollte – wie bei allen Hunden – zum Pflichtprogramm gehören.

 

Darüber hinaus ist bei einem Hund dieser Größe und Kraft Gehorsamkeitstraining ein Muss.

 

Eine gute Sozialisierung, d. h. ein von Ihnen behutsam begleitetes Kennenlernen einer Vielzahl von Menschen, Orten und Situationen, wird ihrem Welpen helfen, sich zu einem ausgeglichenen erwachsenen Begleiter zu entwickeln.

 

Deutsche Doggen sind sehr gesellig, freundlich, wollen am liebsten immer in der Nähe ihrer Lieben sein und reagieren gut auf konsequente Trainingsmethoden. Sie brauchen menschlichen Kontakt, Zuneigung und Sozialisierung mit anderen Menschen und Tieren und eignen sich nicht zur Zwingerhaltung.

faf870bc-85e5-4e39-a251-093f19de494b.jpg
Erziehung
IMG_2222.jpeg

Ernährung

Die Deutsche Dogge benötigt aufgrund ihrer Größe und ihres enormen Wachstums ein hochwertiges, dem jeweiligen Alter des Hundes (Welpe, Erwachsener oder Senior) entsprechendes Hundefutter. Falls Sie ihren Hund BARFEN möchten, raten wir dringend zu professioneller Beratung, denn vor allem im Wachstum, das bis zu 3 Jahre andauert, benötigt die Dogge mehr (quantitativ und qualitativ) als jede andere Rasse.

 

Essensreste sollten, wenn überhaupt, nur sparsam verfüttert werden und insbesondere Lebensmittel mit hohem Fettgehalt oder gekochte Knochen sollten vermieden werden.

 

Informationen, welche menschlichen Lebensmittel für Hunde unbedenklich sind und welche nicht, können nicht nur sehr hilfreich, sondern lebensrettend sein.

 

Mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag und das Vermeiden intensiver körperlicher Betätigung direkt vor, während und nach den Mahlzeiten verringern laut Experten das Risiko für Magendrehungen.

Ernährung

Gesundheit

Die Dogge hat auf Grund ihrer Größe ein erhöhtes Risiko,

an einigen, schwerwiegenden Krankheiten zu erkranken.

Fünf davon haben wir Ihnen hier aufgelistet,

da wir der Meinung sind,

dass jeder Doggenbesitzer davon gehört haben muss und

- da einige von ihnen lebensgefährlich sind -

die Symptome erkennen sollte: 

 

 

Gustav beim Tierarzt.jpg

1. Magendrehung Eine der häufigsten Todesursachen deutscher Doggen. Die Ursachen der Magendrehung sind noch nicht vollständig geklärt, aber große Rassen – und damit eben auch die Deutsche Dogge – sind anfälliger für diese lebensbedrohende Krankheit. Bedingt durch den tiefer liegenden Brustkorb füllt der höher liegende Magen der Dogge sich leichter als bei kleineren Rassen mit Gas und übt Druck auf das Zwerchfell aus, was wiederum Kurzatmigkeit bei Ihrem Hund verursacht. In diesem Fall kann sich der Magen der Dogge auch verdrehen und die Blutzufuhr zu den Eingeweiden und zu dem Dickdarm unterbrechen. Wenn Sie die Anzeichen erkennen, fahren Sie SOFORT zum nächsten Tierarzt und kündigen sich vorab telefonisch an. In diesem Fall geht es um Leben und Tod. ANZEICHEN:                                               Aufgeblähter Unterleib                                                 Schwerfällige Atmung                                                   Übermäßiges Sabbern                                                   Schaumbildung vor dem Mund                                   Schwacher Puls                                                              Erbrechen                                                                       ​ URSACHEN können sein: Übermäßiges Essen Übermäßiges Trinken Spielen direkt nach dem Essen  Spielen direkt nach übermäßigem Trinken Wälzen nach dem Essen Wälzen nach dem Trinken ​ VERHINDERUNG: Auch wenn, wie eingangs schon erwähnt, die Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind, ist das Wichtigste, was man raten kann: ​ Lassen Sie Ihren Welpen oder erwachsenen Hund toben, BEVOR Sie ihm Futter oder Wasser geben. Danach, wenn sich der Hund beruhigt hat, lassen Sie ihn fressen und trinken. Wenn Ihr Hund dann fertig ist, lassen Sie ihn im Hundebett, auf der Couch, Ihrem Bett, wo auch immer, ausruhen! Gönnen Sie ihm die Pause. Das Annähen des Magens ist keine 100%ige Lösung zur Vermeidung von Magendrehungen. Wenn sich der Magen eines Hundes während einer Blähung verdreht und der Magen angenäht ist, kann der Magen aufreißen.

2. DCM (Dilatative Kardiomyopathie) DCM ist eine Erkrankung des Herzmuskels, die meist zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr bei Großrassen auftreten kann. Der Herzmuskel kann nicht gut genug pumpen und deshalb den Körper nicht ausreichend mit Blut versorgen. Das Herz vergrößert sich im Krankheitsverlauf, um die unzureichende Blutzufuhr zu verbessern. Aktuell geht man von einer genetischen Disposition aus, aber auch unterschiedliche andere Ursachen können zur DCM führen (z.B. Herzmuskelentzündungen, Mangel an bestimmten Nährstoffen, u.a.).  Wir bei Off Color Danes lassen alle unsere Hunde auf diese  genetische Disposition testen. Leider kommt es erst im Spätstadium der Erkrankung zu Symptomen wie Husten, Atemnot, Leistungsschwäche oder Ohnmachtsanfällen. Deshalb werden unsere Doggen regelmäßig untersucht.  Im Frühstadium der Erkrankung besteht lediglich ein Schaden auf zellulärer Ebene, mit gängigen diagnostischen Mitteln ist die Krankheit nicht zu erkennen, die Hunde zeigen keine Symptome. Im darauffolgenden „okkulten Stadium“ kann die Krankheit, auch wenn der Hund für seinen Besitzer gesund erscheint und keine Symptome zeigt, mittels Ultraschall oder mittels EKG diagnostiziert werden, je nachdem, um welchen Typus der DCM es sich handelt. Hier kann man therapeutisch viel bewirken, auch wenn man DCM nicht heilen kann. Im Spätstadium, der symptomatischen Phase kann der Körper Erkrankung nicht mehr kompensieren, es kommt durch Rückstau von Blut aus dem Herz in den Kreislauf zu Wasseransammlungen. Rhythmusstörungen, Lungenödeme (Wasseransammlung in der Lunge), Thoraxergusse (Wasseransammlung in der Brusthöhle) oder Aszites (Wasseransammlungen in der Bauchhöhle) zeigen sich u.a. durch folgende ANZEICHEN: schwere Atemnot schwerer, schnell schlechter werdender Husten Vergrößerung des Bauchumfangs Ohnmachtsanfälle. Fallen diese Symptome auf, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Leider werden hier nur noch lebensverlängernde Maßnahmen greifen, die dem Hund maximal bis zu 12 Monaten schenken, eher weniger. Wird die Erkrankung in einem frühen, nicht symptomatischen Stadium diagnostiziert, wird der Zucht-Hund von der Zucht ausgeschlossen bzw. können frühzeitig eine gute medizinische Versorgung, Diät und adäquate Verhaltensregeln erfolgen und so vermieden werden, dass die genetische Disposition weitergeben wird.  Deshalb reicht es nicht aus, einen (Zucht)-hund nur einmal zu untersuchen.

3. ED (Ellenbogendysplasie) Die Ellenbogendysplasie kann entweder angeboren oder im Laufe des Lebens erworben werden und ist eine Fehl- oder Missbildung der Gewebestruktur der Knorpel oder Knochen. Die daraus resultierende Fehlstellung, die sich auf den ganzen Körper des Hundes auswirken kann, führt in Folge der Erkrankung zu Problemen. Deutsche Doggen neben allen anderen schnell wachsenden, großen Rassen sind gefährdet und zwar speziell: Hunde in der Wachstumsphase Rüden Falsch ernährte Tiere. ​ Bei der Ellenbogendysplasie unterscheidet man drei unterschiedliche Krankheitsbilder: ​ IPA (Isolierter Processus anconaeus) Die beim Welpen zunächst noch weichen Knorpel entwickeln sich mit fortschreitendem Alter zu Knochen. Da die langen Röhrenknochen an Armen und Beinen an ihren jeweiligen Enden, den Wachstumsfugen wachsen, kann es passieren, dass diese sich nicht schließen (sollte bis zur 20 Lebens-Woche in etwa geschehen), was zur Folge hat, dass das Ellenbogengelenk instabil bleibt und sich dadurch eine Arthrose entwickeln kann. ​ FPC (Fragmentierter Processus coronoideus médiales ulnae) Wenn Oberarmknochen, Elle und Speiche nicht richtig auf- bzw. ineinander passen, kann etwa zwischen dem 5. und 12. Lebensmonat ein kleiner Knochenvorprung an der Elle (Professur coronoideus medialis) abbrechen, was im Normalfall nicht schmerzhaft ist, aber durch die Reibung andere Knochen verletzen kann. Erkennbar ist dies in etwa ab dem 8. Lebensmonat auf Röntgenbildern. ​ OCD (Osteochondrosis dissecans) OCD ist eine Entwicklungsstörung der Knorpel am Ellenbogengelenk, die dazu führt, dass eine viel zu dicke Knorpelschicht ausgebildet wird, wodurch die unteren, am Knochen anliegenden Knorpelschichten absterben und auch den Knochen schädigen können. Am häufigsten tritt OCD in der Wachstumsphase zwischen dem dritten und siebten Lebensmonat auf und ist sehr schmerzhaft. ​ ANZEICHEN:  bei IPA: Vorderpfoten nach außen gedreht bei FPC und OCD: Vorderpfoten nach außen gedreht, breitbeiniger Stand generell: Lahmheit und Einknicken auf der/den Vordergliedmaße/n Bewegungsunlust Schmerzen ​ VERHINDERUNG: Altersgerechte Fütterung Altersgerechte Bewegung Hormonelle Balance

4. HD (Hüftdysplasie) Die HD ist eigentlich eine erblich bedingte Fehlbildung des Hüftgelenks, die dazu führt, dass der Ober-schenkelkopf und die Hüftgelenkspfanne nicht optimal auf- bzw. ineinander passen. Dennoch kann ein Hund, der genetisch keine Disposition für die HD hat, an dieser erkranken. ​ Auch bei der HD gibt es zwei unterschiedliche Krankheitsbilder: ​ Subluxation durch zu lockeres Band Durch die Instabilität des Oberschenkelkopfbandes, das den Oberschenkelkopf straff im Gelenk mit der Gelenkpfanne verbindet, kommt es zu teilweisen oder sogar vollständigen Bewegungen aus der Pfanne heraus. Die Gelenkflüssigkeit vermehrt sich durch die ständige Reizung deutlich, der Knorpel wird zu stark abgenutzt und/oder beschädigt was im Krankheitsverlauf auch den drunterliegenden Knochen betreffen kann.  ​ Defekte Bildung der Hüftgelenkspfanne Wenn die Gelenkpfanne im Laufe des Wachstums (aus unterschiedlichen Gründen) immer flacher wird, kann der Oberschenkelkopf dort nicht mehr richtig Halt finden. Durch die Fehlbeslastung wird das Gelenk gereizt, es kommt zu Entzündungen und Arthrosen.  ​ ANZEICHEN: Leichtes Nachziehen der Hintergliedmaßen, dadurch Abschleifen der Krallen Überkreuzen der Hintergliedmaßen beim Traben Schwankender, wackliger oder steifer Gang der Hinterhand Lahmheit und mangelnde Stabilität Mühsames Aufstehen häufiges Liegen Spiel- und Bewegungsunlust ​ VERHINDERUNG: Altersgerechte Fütterung Altersgerechte Bewegung Hormonelle Balance

5. Osteosarkom (Knochenkrebs) Das Osteosarkom ist bei Hunden der am häufigsten vorkommende Knochenkrebs. Bei großwüchsigen Hunden wie der Dogge tritt er gelenksnah an den Vorder- und Hinterbeinen auf. Es kennzeichnet sich durch aggressives Wachstum und Metastasierung über den Blutweg in die Lunge. Neben einer genetischen Veranlagung können auch Traumata wie z.B. Knochenbrüche Auslöser für die Entstehung sein. ​ Anzeichen: Deutliche Lahmheit an dem betroffenen Bein durch starke Schmerzen, die durch das Wachstum des Tumors entstehen. Später erst Schwellung der betroffenen Gliedmaßen. ​ Obwohl das Osteosarkom beim Hund bislang noch nicht heilbar ist, kann mit kombinierten Maßnahmen aus Operation, Chemo- und Schmerztherapie Länge und Qualität des Lebens der Dogge beeinflusst werden. ​ ​

Gesundheit
bottom of page